PM: Protest in Leipzig am 06.04.21 fordert: Abschiebungen stoppen!

Die bevorstehende Abschiebung nach Afghanistan am morgigen Mittwoch hat in Leipzig für Protest gesorgt. Etwa 80 Menschen folgten dem Aufruf von Protest LEJ und sprachen sich für einen sofortigen Abschiebestopp aus. 

Die Leipziger Gruppe Asylum Seekers’ Movement schloss ihren Redebeitrag mit den folgenden Worten:

“Germany should stop its othering practices that allow people to be OK with deportation policies. Germany should be held responsible for causing flight issues and for putting refugees life on danger by deporting them back. Against all deportations, for freedom of movement and the right to stay, and above all no military and political interference of a state in another nation’s domestic matters.”

Unter dem gemeinsamen Slogan #afghanistannotsafe demonstrierten bereits in Berlin und Köln mehrere Hundert, morgen gibt es weitere Proteste in Merseburg, Berlin und Dresden. Schier unglaublich ist das, dass dies selbst in einer Pandemie nötig ist. Oder wie es Jule Nagel, Stadträtin und Landtagsabgeordnete ausdrückte: “Ich kann jeden und jede verstehen, die angesichts der Ignoranz der Würde von Menschen das Vertrauen in die Demokratie verliert.”

Mehr Sand ins Getriebe!


Bisher ist kein Mensch bekannt, der für die Abschiebung vorgesehen ist. Die Behörden werden voraussichtlich in der kommenden Nacht mit dem Zugriff beginnen. Protest LEJ hofft, dass sie in leere Zimmer kommen werden und die Warnung alle erreicht hat. “Der Gedanke, dass sich in ebendieser Minute Polizist*innen vorbereiten, um Menschen in den Krieg abzuschieben, ist gruselig. Wir appellieren an das Gewissen aller, die am Abschiebeprozess mitwirken, Sand ins Getriebe dieser erbarmungslosen Maschinerie zu streuen.” ruft Conny Funke von Protest LEJ auf.

Die Parallelität zweier Welten an einem Flughafen – die der Tourist*innen am einen Terminal, die der Abzuschiebenden am anderen – brachte eine Aktivistin deutsch-afghanischer Staatsbürgerschaft auf den Punkt: “Was die Welt für mich bedeutet hat, es war ein Flugticket. Ich würde fliegen. Mein Traum ist der Anderen Albtraum.”

Leipzig, 06.04.21

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